Noch rund drei Wochen, dann ist es soweit: GTA 6 erscheint. Und Rockstar rückt jetzt immer mehr mit Details heraus. Im Interview mit dem EDGE-Magazin erklärt Rob Nelson, Co-Head von Rockstar North, warum sich die Spielwelt anders anfühlt als in GTA 5: Sie läuft bewusst langsamer.
Nelson sagt, Rockstar habe Vice City nach mehreren Recherchereisen nach Miami neu aufgebaut und zunächst mit denselben Zeit- und Tempo-Systemen wie in GTA 5 getestet. Das Ergebnis: „Everything felt too fast“, alles wirkte zu hektisch. Je höher die Auflösung, desto weniger komme man mit alten Tricks durch.
Was ändert sich am Tempo der Spielwelt?
Der Tag-Nacht-Zyklus ist deutlich gedehnt. Sonnenuntergänge und Nächte dauern länger, die Zeit vergeht in der Spielwelt also spürbar langsamer als in GTA 5. Auch die Passanten sollen glaubwürdiger reagieren. Nelson nennt das alte Beispiel: In GTA 5 konntest du vor Leuten eine Schrotflinte ziehen, und sie ignorierten dich, bis du gezielt hast. In GTA 6 soll das nicht mehr durchgehen.
Dazu kommt Reibung bei der Story. Statt von Mission zu Mission zu rauschen, braucht ihr laut Bericht zum Beispiel Geld für den nächsten Job – erzwungene Auszeiten, die das Tempo drosseln.
Wie funktioniert der Fahrzeug-Abruf in GTA 6?
Ein Auto per Knopfdruck herbeizaubern gibt es nicht mehr. Wer ein Fahrzeug will, zahlt eine kleine Gebühr über die App „Scooter Bros“. Nach ein paar Sekunden fährt jemand mit eurem Wagen vor und düst auf dem mitgebrachten Scooter wieder davon. Außerdem könnt ihr zwar ein Waffenarsenal im Kofferraum lagern, aber nicht alles gleichzeitig am Körper tragen.
Zu den Previews passen weitere Details: Laut GameSpot können Cops in GTA 6 Hunde auf euch hetzen, und PCGH berichtet von funktionierenden öffentlichen Verkehrsmitteln in Leonida. Mehr zur Größe der Welt findet ihr in unserem Bericht zur Karte, mehr zur Lebendigkeit der Stadt in unserem Artikel zu den 600.000 NPC-Animationen.
Was heißt das für euch als Spieler?
Aus unserer Sicht ist das eine mutige Ansage. Rockstar setzt auf Immersion statt Arcade-Tempo – das passt zum Detailgrad, den die Trailer zeigen. Gleichzeitig bleibt die Frage, ob Spieler, die GTA als schnelles Chaos-Spielzeug lieben, mit Wartezeiten und Gebühren warm werden. Schon bei Red Dead Redemption 2 spaltete das gemächliche Tempo die Community. Plant also eher ein längeres Eintauchen als eine Hetzjagd durch die Story.
Quelle: Kotaku, GameSpot, PCGH
Wie langsam darf GTA 6 für euch sein? Schreibt es uns in die Kommentare!



Kommentare (0)
Noch keine Kommentare — sei der/die Erste mit deiner Meinung.