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GTA 6: Rockstar hat rund 600.000 Animationen für die NPCs gebaut

Wer in GTA 6 über den Bürgersteig läuft, begegnet keinen austauschbaren Statisten mehr. Laut der großen Edge-Vorschau hat Rockstar rund 600.000 Animationen für die Passanten gebaut und ihnen eigene Persönlichkeitsmerkmale mitgegeben. PC Gamer hat die Details heute zusammengefasst.

Wie funktionieren die NPCs in GTA 6?

Statt Menschenmengen vor allem prozedural zusammenzusetzen, hat Rockstar ein eigenes Team aus Autoren, Regisseuren und Produzenten in Los Angeles abgestellt. Die Aufgabe: Die Bewohner von Leonida sollen individueller wirken. Jeder Passant bekommt Eigenschaften wie Temperament und Aggressionsneigung. Dazu kommt, wo er sich gerade aufhält, was er schon gesehen hat und wie du dich ihm gegenüber verhalten hast. Auch die Stadtviertel haben laut Edge ihre eigene demografische und berufliche Prägung.

Rob Nelson, Co-Studiochef bei Rockstar North, beschreibt die Fragen dahinter so: Wer wird aggressiv, wie viele greifen zur Waffe, wie viele wollen mich testen?

Was passiert, wenn du einen NPC anstarrst?

Edge schildert eine Szene aus der Demo: Ein Mann mit Hund fasst Jasons Blick als Herausforderung auf, geht in Position und leint den Hund ab. Nelson rennt weg, der Hund hinterher, Tauben fliegen auf, am Ende verliert das Tier das Interesse. Wenige Meter weiter nimmt eine Polizeistreife einen Verdächtigen fest und lässt dabei ihre Fahrzeuge unbeaufsichtigt. Nelson öffnet einen Kofferraum, nimmt eine Schrotflinte heraus und geht weiter. Die gesamte Szene dauerte laut Edge nur drei Minuten.

  • Rund 600.000 Animationen, alle vom Studio künstlerisch betreut
  • Persönlichkeit hängt von Temperament, Aggression, Ort, Erlebtem und deinem Verhalten ab
  • Eigenes Team aus Autoren, Regisseuren und Produzenten in Los Angeles
  • Unterschiedliche Viertel mit eigenem demografischem und beruflichem Charakter

Warum steckt Rockstar so viel Aufwand in Passanten?

Der klassische GTA-Passant war eine Art laufende Requisite, die in Panik geriet, sobald du eine Waffe gezogen hast. Rockstar hat schon mit Red Dead Redemption 2 gezeigt, dass das Studio Nebensachen als Teil des Erlebnisses versteht. GTA 6 setzt diesen Weg offenbar konsequent fort. Der Aufwand hat allerdings seinen Preis: PC Gamer berichtet, dass die Komplexität das Studio zeitweise ordentlich in Atem gehalten hat. Wie das Arbeitsklima bei Rockstar aussieht, ist gerade ohnehin Thema, wie unser Bericht über die Gewerkschaftsabstimmung bei Rockstar zeigt.

Aus unserer Sicht ist die entscheidende Frage nicht, ob die Zahlen beeindrucken, sondern ob du die Systeme im Alltag spürst. Ein Passant, der auf deinen Blick reagiert, ist ein starker Moment. Das Spiel muss das aber über viele Stunden und Millionen Spieler tragen, auch ohne Rockstars vorbereiteten Demo-Ablauf. Spätestens am 19. November wissen wir mehr. Eine PC-Version ist bislang nicht terminiert.

Alle offiziellen Infos zum Spiel sammelt Rockstar auf der GTA-6-Seite von Rockstar Games.

Quelle: PC Gamer

Reagieren NPCs auf dich, oder rennst du sowieso nur mit dem Sturmgewehr durch die Stadt? Diskutier mit uns in den Kommentaren!

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