Zwölf Jahre alt, aber mit vervierfachtem Speicher: Eine ungewöhnliche Geforce GTX 750 Ti mit 8 GiB musste sich jetzt in aktuellen Spielen beweisen – darunter Battlefield 6. Das Ergebnis ist überraschender, als man denkt, aber kein Grund, die RTX-Karte zu verschrotten.
Der YouTube-Kanal RandomGaminginHD hat die Karte des Anbieters Xynsviu in acht Spielen getestet, darunter Battlefield 6, ARC Raiders und Cyberpunk 2077. Die GTX 750 Ti erschien im Februar 2014, ursprünglich mit 2 GiB GDDR5. Die getestete Variante bringt 8 GiB mit – bei gleichem GM107-Chip mit 640 CUDA-Kernen und 128-Bit-Speicherinterface.
Wie schlägt sich die GTX 750 Ti in Battlefield 6?
Im Schnitt kommt die Karte auf rund 35 Fps. Dafür mussten allerdings sämtliche Details auf die niedrigste Stufe, zusätzlich lief die Auflösungsskalierung bei Full-HD-Ausgabe auf 50 Prozent – intern rendert das Spiel also nur mit 960 × 540 Pixeln. Die 1-Prozent-Lows liegen bei etwa 22 Fps, außerdem fielen fehlende Texturen und verzögert nachladende Objekte auf. Flüssig fühlt sich das nicht an.
Zum Vergleich: Electronic Arts nennt als Mindestanforderung für Battlefield 6 eine Geforce RTX 2060 mit 6 GiB. Die Rohleistung der alten Karte liegt klar darunter, da hilft auch der große Speicher nicht.
Was bringen 8 GiB VRAM bei so einer alten Karte?
- Cyberpunk 2077: etwa 32 Fps auf niedrigsten Einstellungen mit FSR 2.1 im Performance-Modus
- ARC Raiders: rund 48 Fps bei minimalen Details und 50 Prozent TSR-Skalierung, aber 1-Prozent-Lows von nur 9 Fps
- Counter-Strike 2: 102 Fps auf mittleren Einstellungen
- Fortnite: etwa 75 Fps im Performance-Modus
- GTA 5 Legacy: im Schnitt 61 Fps mit hohen Details
- Red Dead Redemption 2: 37 Fps, Texturen konnten auf Ultra gestellt werden
Der Speicher läuft mit 1.253 MHz langsamer als beim Original (1.350 MHz), die Bandbreite sinkt damit von 86,4 auf rund 80,2 GB/s. Mehr VRAM heißt hier also nicht automatisch mehr Tempo. Ein direkter Vergleich mit der 2-GiB-Version unter identischen Bedingungen fehlt, wie groß der Vorteil wirklich ist, bleibt offen.
Lohnt sich so eine Karte für Battlefield-Spieler?
Aus unserer Sicht: nein. Für einen Shooter, in dem es auf schnelle Reaktionen und stabile Frametimes ankommt, sind 35 Fps mit Einbrüchen auf 22 Fps und 540p-Rendering keine Basis. Als Experiment ist der Test unterhaltsam und zeigt, wie weit sich ein Chip dehnen lässt. Wer Battlefield 6 ernsthaft spielen will, sollte sich an die offiziellen Mindestanforderungen halten – und das ist mindestens die RTX 2060. Spannend bleibt der Test trotzdem für alle, die zeigen wollen, wie genügsam ältere Hardware sein kann.
Quelle: PC Games Hardware
Welche Karte hat bei euch zuletzt in Battlefield 6 die Stellung gehalten? Schreibt es in die Kommentare!



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