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Tim Sweeney attackiert Steams KI-Kennzeichnung als „politisch“

Der Streit um Valves KI-Kennzeichnung auf Steam geht in die nächste Runde, und wieder ist Epic-Games-Chef Tim Sweeney der Wortführer. Auf X holt er seit Tagen gegen Valve aus.

Was wirft Tim Sweeney Steam vor?

Am 24. Oktober schrieb Sweeney, Entwickler zu zwingen, ein politisches Statement abzugeben, das dann gegen sie verwendet werde, sei abscheulich. Später legte er nach: Die KI-Angaben seien „genauso parteiisch wie politische Pflichtaufsätze“. Valve koste Entwickler zudem wirtschaftlich, weil KI-Hasskampagnen Geschäfte untergrüben. Am 25. Oktober behauptete er, in einem Jahr würden ohnehin alle KI nutzen. Auf den Hinweis, das sei eine Chance für Epic, antwortete er mit „Yep!“.

Warum gibt es die KI-Kennzeichnung auf Steam überhaupt?

Valve führte die Angaben ein, weil die rechtliche Lage bei KI unklar ist. Später lockerte das Unternehmen die Regeln, um mehr Spiele mit KI zuzulassen, und kündigte an, die Entscheidung bei neuen Erkenntnissen zu überprüfen. Der Epic Games Store hat die Pflicht nicht, ist aber viel kleiner: 2024 erschienen dort rund 1.100 Spiele, auf Steam waren es 18.433.

Wie bewerten wir den Streit?

Aus unserer Sicht hat Sweeney einen Punkt, wenn es um Anfeindungen gegen Entwickler geht – Drohungen sind nie in Ordnung. Dass Valve damit eine Anti-KI-Haltung verfolge, stimmt aber nicht: Gabe Newell unterstützte OpenAI früh mit 20 Millionen Dollar. Auffällig ist der Zeitpunkt: Epic hatte im selben Monat einen „AI first“-Ansatz für ein kommendes Star-Wars-und-Marvel-Crossover angekündigt, dann einen KI-Game-Jam und nahm die Pflicht zur KI-Nutzung dabei wieder zurück. Für Spieler heißt das: Die Debatte, ob Spiele KI-Nutzung offenlegen müssen, bleibt vorerst offen.

Quelle: PC Gamer

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