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Insider: Das nächste Halo-Spiel war noch Jahre von der Fertigstellung entfernt

Der große Xbox-Umbau von letzter Woche hat bei vielen Fans ordentlich für Wirbel gesorgt: Ninja Theory dicht, die Halo-Reihe weg von Microsofts eigenem Studio. Jetzt kommen die ersten handfesten Insider-Infos dazu, was intern bei Halo Studios eigentlich los war. Laut Berichten, die unter anderem auf The Verge zurückgehen, war das nächste Halo-Spiel des Studios noch Jahre von der Fertigstellung entfernt – und genau das soll mit ein Grund gewesen sein, warum Microsoft dem Team quasi den Stecker gezogen hat.

Zur Einordnung: Die generelle Xbox-Restrukturierung war bereits bekannt – in unserem Bericht zur Ninja-Theory-Schließung und den Community-Reaktionen auf den Xbox-Umbau hatten wir bereits ausführlich darüber berichtet, dass dabei auch die Übergabe der Halo-Reihe an Activision angekündigt wurde. Neu sind jetzt die Insider-Details darüber, was in den Monaten davor bei Halo Studios intern schiefgelaufen ist – und die zeichnen ein deutlich klareres Bild, warum Microsoft so drastisch durchgegriffen hat.

Wie weit war das nächste Halo-Spiel wirklich von der Fertigstellung entfernt?

Laut einem anonymen Insider, auf den sich Verge-Redakteur Tom Warren beruft – ein langjähriger und gut vernetzter Xbox-Beobachter –, kämpfte das interne Halo-Studios-Team schon länger mit Problemen: Ständige Führungswechsel, ein technischer Umbruch durch den parallel laufenden Umstieg auf die Unreal Engine und wiederholte Entlassungswellen sollen das nächste, eigene Halo-Projekt immer wieder zurückgeworfen haben. Das Ergebnis laut den Insidern: Das Spiel war noch Jahre von einer Veröffentlichung entfernt. Auch die auf Halo-Insiderwissen spezialisierte YouTuberin Rebs Gaming, deren Quellen in der Vergangenheit häufiger zutreffend waren, berichtet in eine ähnliche Richtung.

Vier bewaffnete Spartans in bunter Rüstung kämpfen gemeinsam in einer verschneiten Halo-Infinite-Umgebung
Ein eingespieltes Team wie hier im Multiplayer von Halo Infinite – genau daran soll es beim nächsten großen Halo-Projekt laut Insidern gehapert haben.

Was bedeutet die Übergabe an Activision jetzt für Halo-Fans?

Statt das langlaufende Projekt weiter zu finanzieren, hat Microsoft offenbar kurzen Prozess gemacht: Halo Studios wurde auf einen kleinen Kern von rund 30 Mitarbeitern zusammengestrichen. Deren Aufgabe ist jetzt nur noch der Support-Betrieb – sprich Updates und Pflege für Halo Infinite und das kommende Halo: Campaign Evolved. Die Entwicklung des nächsten großen Halo-Spiels liegt jetzt komplett bei Activision, das dafür laut den Berichten ein komplett neues, eigens dafür aufgebautes Team aufstellt – getrennt vom Call-of-Duty-Team. Xbox selbst hat den Umbau in einem eigenen Blogeintrag unter dem Titel “Continuing Our Reset” bestätigt.

Zerstörter Halo-Ring schwebt im Weltall, im Bild ist noch das alte 343-Industries-Logo aus der Ankündigung von Halo Infinite zu sehen
Von der Studio-Umbenennung von 343 Industries zu Halo Studios bis zur jetzigen Verkleinerung: Die Halo-Macher haben eine turbulente Zeit hinter sich.

Unsere Einschätzung: Sollten sich die Insider-Berichte bestätigen, wirkt die Entscheidung hart, aber nachvollziehbar. Ein derart wichtiges Franchise über Jahre mit einem unfertigen Nachfolgeprojekt in der Warteschleife zu lassen, hätte Microsoft langfristig wohl mehr geschadet als der jetzige, harte Schnitt. Für die verbliebenen rund 30 Leute bei Halo Studios dürfte die neue Rolle als reines Support-Team trotzdem bitter sein.

Es ist ohnehin nicht der einzige Insider-Bericht, der aktuell für Diskussionen in der Xbox-Community sorgt: Erst vor Kurzem hatte ein Gerücht die Runde gemacht, wonach Starfield 2 laut einem Ex-Entwickler wohl nie erscheinen soll.

Quelle: PC Gamer

Was denkt ihr: War die Radikalkur bei Halo Studios überfällig, oder verliert die Reihe damit ihre Seele? Schreibt’s uns in die Kommentare – wir sind gespannt auf eure Meinung!

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