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Zoll-Rückerstattungen: Sony und Microsoft wollen Kunden nicht beteiligen

Konsolen wurden 2025 wegen US-Zöllen teurer – jetzt bekommen Sony und Microsoft das Geld teilweise zurück. Die Käufer aber offenbar nicht. In laufenden Gerichtsverfahren argumentieren beide Konzerne, sie seien unter keiner Verpflichtung, Zoll-Rückerstattungen an ihre Kunden weiterzureichen.

Wie viel Geld bekommt Sony zurück?

Laut PC Gamer rechnet Sony mit rund 508 Millionen US-Dollar an Rückerstattungen. Der Hintergrund: 2025 eingeführte US-Zölle trieben die Preise für PS5 und Xbox um teils mehr als 50 US-Dollar in die Höhe. Ein US-Gericht erklärte diese Zölle inzwischen für illegal, weshalb betroffene Unternehmen jetzt Anspruch auf Rückzahlung haben. Kunden, die damals die höheren Preise gezahlt haben, sehen davon nach aktuellem Stand aber nichts.

Was sagen Sony und Microsoft zu ihrer Verteidigung?

In den Klageschriften argumentieren beide Konzerne fast wortgleich: Käufer hätten zum jeweiligen Kaufzeitpunkt genau das bekommen, wofür sie bezahlt haben – eine funktionierende Konsole zum ausgeschriebenen Preis. Ein rechtlich relevanter Schaden entstehe dadurch nicht, selbst wenn ein Teil des Kaufpreises im Nachhinein durch Zoll-Rückerstattungen an die Hersteller zurückfließt. Klagen von Konsolenkäufern in den USA wollen genau das juristisch anfechten und fordern eine Beteiligung an den Rückerstattungen.

Aus unserer Sicht ist das ein bezeichnendes Beispiel dafür, wie unterschiedlich Kosten und Gewinne in der Gaming-Branche verteilt werden: Preiserhöhungen wegen Zöllen wurden 2025 anstandslos an Kunden weitergegeben, das Geld fließt jetzt aber nur in eine Richtung zurück. Für Spieler bedeutet das konkret: Wer letztes Jahr wegen der Zoll-bedingten Preiserhöhung mehr für seine Konsole bezahlt hat, muss aktuell nicht mit einer Rückerstattung rechnen – es sei denn, die laufenden Sammelklagen haben am Ende Erfolg.

Ähnliche Auseinandersetzungen um Kundenrechte gab es zuletzt auch an anderer Stelle: Erst kürzlich sorgte der Rechtsstreit um digitale PlayStation-Spiele für Diskussionen, in dem Sony ähnlich argumentierte.

Quelle: PC Gamer

Wir bleiben an den laufenden Verfahren dran und berichten, sobald sich ein Urteil abzeichnet.

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