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PHYSINT-Drama: Warum Sony Kojimas Spionage-Spiel wirklich fallen ließ

Sony hat sich von Hideo Kojimas neuem Spionage-Actionspiel PHYSINT getrennt – und Xbox schnappt sich den Exklusiv-Coup. Was zunächst nach einer einfachen Publisher-Entscheidung aussah, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als waschechtes Branchendrama mit Budget-Zoff, verpassten Deadlines und einem Fan-Aufstand, der PlayStation gerade ordentlich Kopfschmerzen bereitet. Mehr zum ursprünglichen Wechsel selbst haben wir bereits in unserem Bericht zum Wechsel von PHYSINT zu Xbox eingeordnet – hier geht es tiefer um die Hintergründe und die Reaktionen.

Bereits am 9. September bestätigten Xbox und Kojima Productions offiziell, dass PHYSINT künftig von Xbox statt PlayStation veröffentlicht wird. Für Kojima ist es bereits die zweite Zusammenarbeit mit dem grünen Lager – Xbox verlegt bereits sein Horrorspiel OD.

Warum hat sich Sony wirklich von PHYSINT getrennt?

Laut Recherchen von Bloomberg-Reporter Jason Schreier steckt hinter dem Rückzug mehr als nur eine nüchterne Business-Entscheidung. Sony soll sich vor allem wegen des explodierenden Budgets, unsicherer Profitabilität und Streit um zeitexklusive Veröffentlichungsrechte zurückgezogen haben. Ein weiterer, gewichtiger Faktor: Die Verkaufszahlen von Death Stranding und dessen Fortsetzung blieben offenbar hinter den Erwartungen von PlayStation zurück. Hinzu kommen laut Insidern verpasste Meilensteine – das Projekt lag demnach deutlich über Budget, obwohl eine Veröffentlichung noch Jahre entfernt ist. Kojima selbst erklärte, bereits Mitte Juni eine Mitteilung erhalten zu haben, dass PlayStation Studios das Projekt canceln wolle.

Wie reagieren die Fans auf den Wechsel?

Ziemlich wütend, um es kurz zu machen. Eine Petition, die Sony zur Rücknahme der Entscheidung auffordert, knackte binnen sechs Tagen die Marke von 172.000 Unterschriften. Enttäuschte PlayStation-Fans planen zudem einen einwöchigen Kauf- und Nutzungsboykott der Plattform. Interessant: Nicht die gesamte Community stellt sich hinter Kojima – einige Fans werfen ihm stattdessen “Verrat” vor, weil er sich ausgerechnet mit Xbox zusammentut, nachdem PlayStation ihn nach dem Bruch mit Konami einst aufgefangen hatte.

Für uns ist das ein Muster, das man von Kojima kennt: Schon 2015 kam es zum öffentlichkeitswirksamen Bruch mit Konami, der letztlich in der Gründung von Kojima Productions und der PlayStation-exklusiven Partnerschaft für Death Stranding mündete. Dass sich die Geschichte gut zehn Jahre später mit vertauschten Rollen wiederholt, zeigt, wie sehr Kojimas ambitionierte, teure Projekte an die Geduld und das Budget von Publishern gehen.

Was heißt das nun für PHYSINT selbst? Erst einmal: Aufatmen. Statt eingestellt zu werden, bekommt das Spiel mit Xbox einen neuen Geldgeber, der offenbar bereit ist, langfristiger zu planen. Ein Erscheinungstermin steht weiterhin nicht fest – bisherigen Informationen zufolge bleibt das Spiel noch Jahre von der Veröffentlichung entfernt.

Offizielles Key-Art-Bild zur Ankündigung von PHYSINT bei Xbox
Bildquelle: Xbox Wire, offizielles Pressematerial

Quelle: Bloomberg, Xbox Wire

Was sagt ihr: War der Wechsel zu Xbox das Beste, was PHYSINT passieren konnte, oder verliert PlayStation hier eine seiner wichtigsten Kreativpartnerschaften? Diskutiert mit uns in den Kommentaren!

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