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GTA 6: Miami Beach genehmigt umstrittene Werbekampagne von Rockstar

Miami Beach steigt offiziell ins GTA-6-Marketing ein und lässt sich das gut bezahlen. Die City Commission der Stadt hat am 10. September mit knappem 4:3-Votum grünes Licht für Verhandlungen mit Rockstar Games gegeben. Ab dem 15. Oktober bis zum 31. Dezember 2026 soll Miami Beach Teil einer offiziellen Werbekampagne rund um GTA 6 werden.

Was genau hat Miami Beach genehmigt?

Der Beschluss gibt City Manager James Reyes die Vollmacht, mit Rockstar einen finalen Vertrag auszuhandeln – ein fertiger Deal ist es also noch nicht. Rockstar soll rund drei Millionen Dollar für die Kampagne in Miami Beach ausgeben, zusätzlich verhandelt die Stadt Miami parallel über mehr als vier Millionen Dollar für Werbeflächen in weiteren Stadtteilen. Geplant sind unter anderem eine „Welcome to Vice City“-Begrüßung am Flughafen Miami International, gebrandete Metromover-Bahnen und sogar Gullideckel im Vice-City-Design. Die Markenbegriffe „VI“ und „Vice City“ dürfen laut Auflage aber nur „diskret“ erscheinen – konkret vorgesehen sind sie bislang lediglich auf privatem Strandmobiliar wie Liegen und Sonnenschirmen.

  • Laufzeit der Kampagne: 15. Oktober bis 31. Dezember 2026
  • Budget von Rockstar für Miami Beach: rund 3 Millionen Dollar
  • Zusätzliche Verhandlung für Miami: über 4 Millionen Dollar
  • Geplante Elemente: Flughafen-Begrüßung, gebrandete Metromover-Bahnen, Gullideckel im Vice-City-Design
  • Markennutzung offiziell beschränkt auf „diskrete“ Platzierung, unter anderem auf Strandliegen und Sonnenschirmen

Warum sorgt der Deal für so viel Kritik?

Nicht alle in der Stadtverwaltung sind begeistert. Miami-Dade-Sheriff Rosie Cordero-Stutz und County Commissioner Juan Carlos Bermudez gehören zu den lautesten Kritikern der Kampagne. Ihr Argument: Ein Spiel, in dem es zentral um Autodiebstahl, Kriminalität und Gewalt gegen Polizisten geht, sollte nicht das offizielle Aushängeschild einer Stadt werden. Befürworter in der Kommission verweisen dagegen auf die zusätzlichen Einnahmen für den städtischen Haushalt.

Aus unserer Sicht zeigt der Streit vor allem eines: GTA ist längst kein Nischenthema mehr, sondern ein wirtschaftlicher Faktor, um den sich sogar US-Stadtverwaltungen ernsthaft streiten. Dass ausgerechnet eine Sheriffin gegen die Werbung für ein Spiel über Verbrechen stimmt, wirkt fast folgerichtig – zeigt aber auch, wie sehr Rockstar mit dem Release-Hype inzwischen weit über die Gaming-Welt hinaus Wellen schlägt.

Es ist ohnehin nicht die einzige Baustelle abseits des eigentlichen Spiels: Erst vor Kurzem musste sich Rockstar vor einem Arbeitsgericht gegen Vorwürfe rund um gekündigte Mitarbeiter verteidigen. Und dass der Hype um GTA 6 auch beim Marketing-Wahnsinn rund um Hardware längst absurde Züge annimmt, zeigte zuletzt der überlastete PS5-Controller-Vorverkauf mit sofortigen Scalper-Angriffen.

Lucia Caminos in einer Spielszene aus GTA 6
Bildquelle: Eurogamer

Quelle: Eurogamer, Notebookcheck

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