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GTA 6: Frankreich will 5,5 Cent pro Gigabyte – Download könnte rund 10 Euro teurer werden

Wird GTA 6 allein wegen seiner Größe teurer? In Frankreich sorgt ein Steuer-Vorstoß genau für diese Debatte. Die Nationalversammlung hat überraschend für eine Abgabe von 5,5 Cent pro übertragenem Gigabyte Datenverkehr gestimmt. Bei Mega-Downloads wie GTA 6 würde das rechnerisch etwa 10 bis knapp 12 Euro Mehrkosten bedeuten.

Was genau hat Frankreich beschlossen?

Hinter der Idee steckt ein Änderungsantrag (Amendement n°I-1358) zum Haushaltsplan für 2027, eingebracht von der Fraktion der Sozialisten. Internetanbieter sollen das ankommende Datenvolumen pro Inhaltsanbieter quartalsweise anonymisiert erfassen und ans Finanzamt melden. Das zieht dann 0,055 Euro pro Gigabyte ein.

  • Die Abgabe ist auf maximal 15 Prozent des in Frankreich erzielten Umsatzes des Anbieters gedeckelt.
  • Eigentlich zielt der Vorstoß auf US-Tech-Riesen wie Netflix oder Google, trifft aber auch Plattformen wie Steam, PlayStation und Nintendo.
  • Die Abstimmung kam nur durch eine Zufallsmehrheit von 11 zu 10 Stimmen zustande – am späten Freitagabend waren lediglich 35 von 577 Abgeordneten anwesend.
  • Die französische Regierung und die Haushaltsberichterstatter haben sich ausdrücklich gegen den Antrag ausgesprochen.

Das Gesetz ist damit noch lange nicht beschlossen. Als Nächstes wandert der Haushaltsentwurf in den Senat. Branchenkenner gehen laut GameStar davon aus, dass die Gigabyte-Steuer im weiteren Verlauf oder durch ein Veto der Regierung wieder gestrichen wird.

Wie viel teurer könnte GTA 6 durch die Gigabyte-Steuer werden?

Ein Rechenbeispiel: Laut Leaks ist GTA 6 über 200 GB groß, wir haben zuletzt über einen Download von rund 210 GB und den Preload-Start am 12. November berichtet. Bei 210 Gigabyte würden rein nach Volumen 11,55 Euro Steuer anfallen. Kostet das Spiel 80 Euro, stößt dieser Betrag direkt an die 15-Prozent-Grenze – bei 80 Euro brutto wären das maximal 12,00 Euro, bezogen auf den regulären Nettoumsatz maximal 10,00 Euro. Bei großen Titeln würde also der maximal mögliche Steuersatz greifen.

Was bedeutet die Steuer für Spieler in Deutschland?

Erst mal: nichts. Die Abgabe erfasst ausschließlich Datenströme, die an französische Anschlüsse gebunden sind. Deutsche Spieler sind rechtlich nicht betroffen. Das Risiko liegt woanders: Ein nationaler Alleingang könnte dazu führen, dass Anbieter ihre Preise im gesamten Euroraum angleichen oder andere EU-Länder ähnliche Abgaben fordern.

Für Publisher und Plattformen gäbe es mehrere Stellschrauben. Sie könnten Download-Preise anheben, Patches kostenpflichtig machen oder hochauflösende 4K-Grafikpakete nur noch als optionalen Zusatz anbieten. Aus unserer Sicht ist das der eigentlich spannende Punkt: Nicht der Preis von GTA 6 selbst, sondern die Frage, wer am Ende die Zeche zahlt – und das dürften wie so oft die Spieler sein, auch wenn die Steuer eigentlich die Tech-Konzerne treffen soll. Solange der Antrag nur eine knappe Zufallsmehrheit hat und die Regierung dagegen ist, bleibt es aber vorerst bei einem Warnsignal, nicht bei einem Preisschock.

Offizielles Packshot-Cover von Grand Theft Auto 6
Bildquelle: GameStar

Quelle: GameStar, GamePro

Wäre eine Abgabe pro Gigabyte für euch der richtige Weg – oder zahlen am Ende doch nur die Spieler? Diskutiert mit uns in den Kommentaren!

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