Bei Xbox rollen gerade richtig Köpfe. Die neue Xbox-Chefin Asha Sharma hat den nach eigenen Worten „bedeutendsten Umbau” in der Geschichte der Sparte angekündigt – und der Einschnitt ist heftig: Rund 3.200 Stellen fallen weg, das sind etwa 20 Prozent der gesamten Xbox-Belegschaft. Etwa 1.600 Jobs sind bereits jetzt betroffen, der Rest wird gestaffelt bis zum 30. Juni 2027 abgebaut.
Als Begründung nennt Sharma die Wirtschaftlichkeit der eigenen Studios: Man arbeite dort mit Margen, die drei- bis zehnmal niedriger seien als bei vergleichbaren Plattform- und Publishing-Geschäften. Konkret heißt das für vier Studios das Ende als Teil von Xbox: Ninja Theory, Undead Labs, Compulsion Games und Double Fine Productions werden verkauft beziehungsweise ausgegliedert. Zusammen hängen an den vier Teams rund 350 Arbeitsplätze.
Double Fine und Compulsion Games sollen komplett unabhängig weiterarbeiten und behalten ihre eigenen Marken. Ninja Theory und Undead Labs gehen dagegen an neue Eigentümer, die laut Ankündigung die Weiterfinanzierung von Projekten wie einer möglichen Fortsetzung von Senua und von State of Decay 3 sicherstellen sollen. Was das im Detail für die laufenden Projekte bedeutet, ist aktuell aber noch offen.
Die Reaktionen aus der Branche fallen entsprechend kritisch aus. Berichten zufolge soll bei id Software die Belegschaft um bis zu die Hälfte schrumpfen, das Team hinter The Elder Scrolls Online um bis zu 50 Prozent gekürzt werden. Beim Activision-Blizzard-Bereich warten viele Mitarbeitende noch auf Klarheit über ihre Situation. Manche Beobachter spekulieren inzwischen sogar offen darüber, ob Xbox langfristig als eigenständige Einheit aus Microsoft herausgelöst werden könnte.
Für die Spieler-Community bleibt vor allem die Unsicherheit: Welche Spiele und Studios am Ende wirklich profitieren – oder verlieren – werden, zeigt sich wohl erst in den kommenden Monaten.



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