Ein neuer Fall sorgt für Aufsehen in der PC-Hardware-Szene: Beim YouTube-Kanal Hardware Unboxed ist während eines Belastungstests der Stromstecker einer GeForce RTX 5090 auf rund 175 Grad Celsius erhitzt und regelrecht geschmolzen. Betroffen war ein ASUS ROG Astral RTX 5090, angeschlossen an ein be quiet! Dark Power 13 Netzteil.
Tester Steve bemerkte das Problem, weil das Kabel so heiß wurde, dass er sich beim Anfassen beinahe die Finger verbrannte. Mit einem Thermal-Grizzly-WireView-Pro-Messgerät stellte das Team anschließend fest, wie ungleichmäßig der Strom durch den Stecker floss. Die wichtigsten Messwerte und Fakten im Überblick:
- Gemessene Spitzentemperatur am Stecker: rund 175,4 Grad Celsius
- Nur 2 von 6 Adern im Kabel führten nennenswert Strom, eine davon mit bis zu 22 Ampere Spitzenlast
- Die größere Schmelzstelle lag überraschend nicht am Grafikkarten-, sondern am netzteilseitigen Stecker
- Verwendetes Testsystem: ASUS ROG Astral RTX 5090 an einem be quiet! Dark Power 13 Netzteil
- Hardware Unboxed betont: Der Stecker war beim Einbau vollständig eingerastet, ein Bedienfehler wird ausgeschlossen
Warum schmilzt der Stromstecker der RTX 5090 schon wieder?
Ganz neu ist das Problem nicht: Schon der 12VHPWR-Standard, der Vorläufer des heutigen 12V-2×6-Steckers, sorgte seit dem Marktstart der RTX 4090 im Jahr 2022 immer wieder für Schlagzeilen wegen geschmolzener Anschlüsse. Nvidia reagierte damals mit dem überarbeiteten 12V-2×6-Design, das für besseren Sitz und mehr Sicherheitsreserven sorgen sollte. Dass nun ausgerechnet bei einem etablierten Testlabor wie Hardware Unboxed erneut ein Kabel schmilzt, zeigt: Das Grundproblem der ungleichmäßigen Stromverteilung über die sechs dünnen Adern des Steckers scheint bei der aktuellen RTX-50-Generation weiterhin nicht vollständig gelöst. Ähnliche Fälle wurden zuvor bereits bei anderen Redaktionen und einzelnen Nutzern dokumentiert, oft unabhängig vom verwendeten Netzteil oder Kabelhersteller.
Was sollten RTX-5090-Besitzerinnen und -Besitzer jetzt beachten?
Wer selbst eine RTX 5090 betreibt, sollte den Stromstecker regelmäßig kontrollieren: Sitzt er wirklich vollständig eingerastet, verfärbt sich das Kabel oder der Stecker sichtbar, oder riecht es nach verschmortem Kunststoff? Zusätzliche Sicherheit bieten externe Messgeräte wie das erwähnte Thermal Grizzly WireView Pro, die die Stromverteilung über die einzelnen Adern in Echtzeit anzeigen. Wer Anzeichen von Überhitzung feststellt, sollte die Karte sofort abschalten und sich an Händler oder Nvidia direkt wenden – bei derart teurer High-End-Hardware lohnt sich der vorsichtige Umgang allemal.
Aus unserer Sicht zeigt der wiederholte Vorfall vor allem eines: Solange Nvidia und die Boardpartner das grundlegende Steckerdesign nicht überarbeiten, wird das Thema RTX-5090-Besitzer weiter begleiten – egal wie sorgfältig sie ihr System zusammenbauen. Auch bei unserem Bericht zu Problemen mit RTX-50-Grafikkarten bei Battlefield 6 Season 4 zeigte sich bereits, dass die aktuelle Nvidia-Generation nicht nur im Gaming-Alltag, sondern auch bei der grundlegenden Stromversorgung noch mit Kinderkrankheiten kämpft.
Quelle: GameStar
Habt ihr selbst eine RTX 5090 im Einsatz? Schreibt uns in den Kommentaren, ob euer Stromstecker schon mal ungewöhnlich warm geworden ist.



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