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Rockstar gegen IWGB: Tribunal zieht sich bis in den November

Der Arbeitsgerichtsprozess zwischen Rockstar Games und der Gewerkschaft IWGB dauert länger als geplant. Eigentlich sollte das Verfahren am Freitag, 16. Oktober, enden. Jetzt zieht es sich bis in den November.

Der Grund: Die Zeugenbefragung läuft länger als gedacht. Außerdem haben Rockstars Anwälte mehr Zeit für das Kreuzverhör einiger entlassener Mitarbeiter beantragt. Diese Zeit wurde gewährt.

Warum verzögert sich der Rockstar-Prozess?

Laut Eurogamer wurden zwei zusätzliche Verhandlungstage angesetzt: der 17. und der 18. November 2026. Dann sollen die Schlussplädoyers folgen. Danach soll das Urteil fallen.

Diese Woche befragt die IWGB weiter Zeugen von Rockstar. Der Prozess ist laut Eurogamer langwierig und aufschlussreich. Der Termin im November liegt einen Tag vor dem Release von GTA 6 am 19. November 2026.

Worum geht es im Streit zwischen Rockstar und der IWGB?

Ende 2025 entließ Rockstar mehr als 30 Mitarbeiter wegen angeblich grober Verfehlung. Alle waren in einem Gewerkschafts-Discord-Kanal. Die IWGB spricht von Union-Busting, also dem gezielten Unterdrücken von Gewerkschaftsarbeit. Rockstar erklärt dagegen, es gehe um die unerlaubte Weitergabe von Informationen.

Beide Seiten sehen sich im Recht. Was davon stimmt, muss das Gericht klären. Bis zum Urteil ist nichts davon bewiesen.

Zuletzt sorgte eine Aussage aus der Zeugenbefragung für Aufmerksamkeit. Laut Eurogamer sagte einer der Chefs von Rockstar Lincoln am vergangenen Freitag, ihn interessierten Belege für Gewerkschaftsbemühungen nicht. Er habe auf andere Dinge geachtet, etwa die Einrichtung eines Union-Twitter-Accounts.

Was bedeutet das Urteil für die Spielebranche?

Der Fall gilt als wegweisend für die britische Spielebranche. Das Ergebnis könnte also weit über Rockstar hinaus Wirkung haben. Ein Urteil zugunsten einer Seite würde Maßstäbe setzen, wie Studios mit Gewerkschaftsaktivitäten umgehen dürfen und wie Beschäftigte sich organisieren können.

Aus unserer Sicht ist der Zeitpunkt heikel für Rockstar. Während das Marketing für GTA 6 auf Hochtouren läuft (mehr dazu in GTA 6: Rockstars Miami-Marketing wächst), rückt der Prozess rund um den Release ins Licht der Öffentlichkeit. Ob das Interesse am Spiel die Debatte übertönt oder ob sie gerade deshalb mehr Beachtung findet, lässt sich heute nicht sagen. Klar ist: Wer sich für den Release interessiert, wird um dieses Thema kaum herumkommen.

Fair bleibt: Ein längeres Verfahren ist kein Hinweis auf den Ausgang. Gründliche Befragungen sind bei einem so komplexen Streit normal. Entscheidend wird sein, was das Gericht aus den Aussagen macht. Weitere Informationen zu Rockstar findest du auf der offiziellen Rockstar-Games-Seite.

Zwei maskierte Figuren in einem Supermarkt, Szene aus GTA 6
Bildquelle: Eurogamer
Lucia aus GTA 6 mit rotem Bandana und Pistole im Fond eines Autos
Bildquelle: Eurogamer
Logos von Rockstar Games und der Gewerkschaft IWGB vor einem unscharfen Protestfoto
Bildquelle: Eurogamer

Quelle: Eurogamer

Wie siehst du den Fall: Reiner Arbeitskonflikt oder Präzedenzfall für die ganze Branche?

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