Der Ärger um Sonys geplantes Disc-Aus wird lauter. Der Konzern hatte Anfang Juli angekündigt, ab Januar 2028 keine neuen physischen Spiele mehr für PlayStation zu produzieren. Jetzt zeigt sich, wie groß der Widerstand dagegen tatsächlich ist: Die Petition “Don’t Kill the Disc” hat inzwischen die Marke von 200.000 Unterschriften geknackt.
Besonders bemerkenswert: Auch aus der Publisher-Riege meldet sich jetzt Kritik. Zhenghua Yang, CEO von Serenity Forge (bekannt für “Doki Doki Literature Club”), stellte sich öffentlich hinter physische Editionen. Seiner Aussage nach helfen physische Spiele dabei, Zielgruppen zu erreichen, die reine digitale Distribution oft gar nicht anspricht – etwa Sammler, Gelegenheitsspieler ohne schnelles Internet oder Käufer, die Spiele verschenken wollen. Digital sei zwar praktischer geworden, könne diesen Zugang aber laut Yang nicht vollständig ersetzen.
Brisant an der ganzen Sache: Laut mehreren Berichten wurden Publisher, Regionalbüros und Handelspartner von Sony im Vorfeld offenbar nicht ausreichend über die Pläne informiert. Das erklärt wohl auch, warum jetzt erst nach und nach öffentliche Reaktionen aus der Branche eintrudeln, statt gleich bei der ursprünglichen Ankündigung. Große Publisher wie Take-Two oder Ubisoft haben sich bislang nicht offiziell geäußert.
Eine offizielle Stellungnahme von Sony zur Petition oder zu Serenity Forges Kritik gibt es bislang nicht. Für Sammler und Fans physischer Editionen bleibt die Hoffnung, dass der wachsende öffentliche Druck noch etwas bewirkt, bevor die Produktion 2028 tatsächlich eingestellt wird. Wir bleiben an dem Thema dran.
Quelle: Tom’s Hardware, GamesRadar+



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