Wer Mods für Skyrim, Fallout oder Stardew Valley hochlädt, muss auf Nexus Mods künftig offenlegen, ob und wie KI im Spiel war. Die Plattform setzt dabei bewusst nicht auf ein Verbot, sondern auf Kennzeichnung. Ein Verstoß kann am Ende aber richtig teuer werden.
Was Nexus Mods von Modautoren verlangt
Die Regeln hat Nexus-Mitbetreiber Victor „Foledinho“ Folmann am 3. November 2026 in einem Update angekündigt. Wer ein neues Projekt hochlädt, muss seither angeben, ob KI genutzt wurde. Zur Wahl stehen laut Berichten sinngemäß drei Einstufungen:
- Das Mod ist überwiegend KI-generiert.
- Das Mod ist KI-unterstützt, also im Kern von Menschen gemacht, mit etwas KI-Hilfe.
- Es kommt KI-generiertes Promo-Material zum Einsatz, etwa bei Bildern auf der Mod-Seite.
Bei KI-unterstützten Mods reicht ein Häkchen nicht. Die Autoren müssen öffentlich erklären, wo und wie die KI zum Einsatz kam. Die Kennzeichnung soll auffällig angezeigt werden, laut PC Gamer direkt nach den Tags für Erwachseneninhalte. Außerdem führt Nexus neue Berechtigungen ein: Autoren legen fest, ob Dritte ihre Werke für KI-Zwecke und Training nutzen dürfen. Der Standard lautet „Ask Me“. Nexus selbst sagt zu, Mods weder für KI-Training zu verwenden noch an Firmen zu verkaufen, die das tun.
Bis wann müssen ältere Mods nachziehen?
Für bestehende Mods gibt es eine Schonfrist von 60 Tagen. Sie lief am 3. November 2026 an und endet am 2. Januar 2027. Nexus stellt gegenüber PC Gamer klar, dass die Pflicht für jede Mod auf der Seite gilt, auch für Uploads aus der Zeit vor der Ankündigung. Danach will das Team die Regeln aktiv durchsetzen: Autoren werden benachrichtigt und aufgefordert, fehlende Angaben nachzutragen. Bei „anhaltendem Versäumnis“ greifen die Moderatoren ein. Möglich sind Einschränkungen des Accounts bis hin zum Ausschluss von der Plattform. Die Überschrift bei ComputerBase spricht von drohender Löschung.
Dazu kommt ein Filter für Spieler: Wer keine KI-Inhalte sehen will, soll sie ausblenden können, zunächst über Einstellungen auf Spieleseiten und der Startseite, die Suche folgt später.
Warum setzt Nexus Mods auf Kennzeichnung statt auf ein Verbot?
Folmann begründet das so: KI werde heute im gesamten Entstehungsprozess genutzt, von der Code-Vervollständigung bis zu Texturen und Stimmen. Eine saubere Grenze zwischen erlaubt und unerlaubt lasse sich kaum ziehen. Ein striktes Verbot würde KI nicht aus dem Modding verbannen, sondern nur dafür sorgen, dass niemand sie mehr erwähnt. Das ist ein ähnlicher Ansatz wie bei den KI-Angaben auf Steam.
Unsere Einschätzung: Der Ansatz ist pragmatisch, steht und fällt aber mit der Durchsetzung. Nexus räumt selbst ein, dass nicht jeder ehrlich angeben wird. Das Erkennen von KI-Inhalten sei „keine exakte Wissenschaft“, die Moderation laufe stark manuell und über Meldungen der Community. Für dich als Spieler heißt das: Das Label hilft, ist aber kein Gütesiegel. Wer Mods mit KI-Stimmen oder KI-Texturen meiden will, sollte den Filter nutzen und trotzdem auf die Beschreibung achten. Wer selbst modet, sollte vor dem 2. Januar die eigenen Seiten durchgehen, vor allem bei älteren Projekten, die lange niemand angefasst hat. Gerade für die großen Spiele wie Skyrim Special Edition mit Zehntausenden Mods ist das ein ordentlicher Haufen Arbeit.

Quelle: PC Gamer, GamesRadar, ComputerBase
Würdest du einen KI-Filter bei Nexus Mods dauerhaft einschalten oder ist dir das Label bei Mods egal?



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