Test & Meinung

Modern Warfare 4: DMZ hält nicht, was Infinity Ward versprach

Vier Monate ist es her, dass Infinity Ward den DMZ-Modus von Modern Warfare 4 erstmals gezeigt hat. Der Trailer zeigte ein langsames, düsteres Spiel. Ein Trio mit Nachtsichtgeräten schlich durch ein verlassenes Einkaufszentrum und checkte jede Ecke. Viele dachten: Call of Duty wagt sich endlich aus der Komfortzone und fordert Escape from Tarkov heraus. Polygon hat den Modus nun knapp eine Woche gespielt und zieht ein ernüchterndes Zwischenfazit. Das ist die Meinung des Autors, nicht unsere.

Soldaten liefern sich ein Feuergefecht hinter einer Mauer im DMZ-Modus von Modern Warfare 4
Bildquelle: Activision, offizielles Pressematerial (via Polygon)

Was ist DMZ in Modern Warfare 4 überhaupt?

DMZ ist ein Extraction-Shooter. Ihr startet in Hajin, einer fiktiven Region an der Grenze zwischen Nord- und Südkorea. Zum Start der Season 1 kommt ein kleiner Abschnitt in Russland dazu. Ihr habt Waffe, Rüstung, Rucksack und ein paar Verbrauchsgüter dabei. Ziel: möglichst viel Beute sammeln und lebend raus. Die Idee kennt ihr aus der DMZ-Beta in Modern Warfare 2 von 2021. Damals war sie unfertig. Diesmal wirkt der Modus runder, gilt aber offiziell weiter als Early Access. Polygon stört das, denn das Spiel kostet trotzdem Vollpreis.

Warum ist DMZ laut Polygon kein Tarkov-Rivale?

Der Autor sieht den Modus klar auf das Casual-Publikum zugeschnitten. Slide und Bunnyhop prägen weiter das Gameplay, die Duelle ähneln Warzone: schnelle Kämpfe, kurze Time-to-Kill, Camper an den Exfil-Punkten. Zusammenarbeit mit anderen Solospielern habe nicht funktioniert, jeder Versuch endete im Schusswechsel. Dazu kommen die Gegner. Wer viele Soldaten ausschaltet, zieht mehr Verfolger an, bis es zu viele werden. Ohne Schalldämpfer geht solo kaum etwas. Alleine große Ziele wie den Colossus oder das Haneul-Atomkraftwerk zu knacken, sei zwar nicht unmöglich, aber ein Kraftakt.

Soldaten mit Gasmasken stapfen durch verschneiten Wald in Modern Warfare 4 DMZ
Bildquelle: Activision, offizielles Pressematerial (via Polygon)

Stark findet Polygon die Story-Missionen. Sie gehen tiefer als die üblichen Aufträge anderer Extraction-Shooter. Der Autor erzählt von einer Rettung eines verletzten VIPs aus einem Krankenhaus, bei der er über 150 Gegner erledigte. Nur gibt es davon bisher wenige. Weniger gut kommt das Fortschrittssystem weg. Fähigkeiten, die sogenannten Traits, hängen an eurem Operator. Sterbt ihr, droht der Verlust, und die Kosten für die Rettung steigen mit der Erfahrung. Aufsätze für Waffen seien außerdem sehr teuer. Dazu kommen Bugs wie bewegungslose Gegner und ein Ungleichgewicht beim Trait Possum.

Wie geht es mit DMZ nach dem Start weiter?

Season 1 beginnt am 6. November 2026. Wie sehr sich der Modus bis dahin oder danach ändert, ist offen. Dass viele DMZ lieber mit weniger Spielerkonflikten hätten, zeigt auch unser Artikel dazu, dass Spieler eine PvE-Variante von DMZ fordern. Einen Praxis-Tipp zum Loot findet ihr in unserem Guide, wo ihr High-Tenacity Fibers bekommt.

Aus unserer Sicht ist Polygons Kritik nachvollziehbar, aber ein Zwischenstand. Ein Modus, der zwischen Hardcore-Versprechen und Warzone-Erbe hängt, muss sich Season für Season beweisen. Entscheidend wird sein, ob Infinity Ward das Tempo und die Solo-Balance nachschärft. Das ist unsere Einordnung, keine Prognose.

Quelle: Polygon

Wie schlägt sich DMZ bei euch, Casual-Spaß oder verpasste Chance? Schreibt es in die Kommentare!

Kommentare (0)

Noch keine Kommentare — sei der/die Erste mit deiner Meinung.