Jeder PC-Spieler kennt diesen Bildschirm: Spiel installiert, Vorfreude riesig – und dann steht da „Compiling Shaders 14%“ und ihr dürft erstmal Kaffee kochen. Bei Call of Duty: Modern Warfare 4 soll damit Schluss sein. Infinity Ward und Co-Entwickler Beenox haben zusammen mit den restlichen Beta-Details eine Lösung ausgepackt, auf die die PC-Community seit Jahren wartet.
Wie funktioniert das neue Shader-Preloading?
Kein Cloud-Zauber, kein neues DirectX-Feature – die Lösung ist erfreulich bodenständig. Das Spiel erledigt die Shader-Kompilierung jetzt im Hintergrund über den Launcher, während ihr noch ganz andere Dinge tut. Statt beim ersten Start in einem Ladebildschirm festzuhängen, ist die Arbeit schon getan, bevor ihr überhaupt auf „Spielen“ klickt.
Wichtig sind dabei die Unterschiede zwischen den Plattformen:
- Battle.net: Das Preloading greift direkt ab der ersten Beta-Installation – also schon während des Preloads.
- Steam: Hier braucht ihr weiterhin eine einmalige Shader-Kompilierung beim ersten Start. Schöner wäre anders, aber immerhin nur einmal.
- Xbox-App auf dem PC: wird ebenfalls unterstützt.
- Das Feature lässt sich in den Spieleinstellungen abschalten, falls ihr eure CPU lieber selbst verplant.
Activision empfiehlt ausdrücklich, das Preloading abschließen zu lassen, bevor ihr ins erste Match springt. Gleich mit erledigt wurde übrigens die berüchtigte „Update Restart“-Schleife auf dem PC, die in früheren Teilen ganze Abende gefressen hat.
Welche Hardware braucht ihr für die MW4-Beta?
Der Preload für die Early-Access-Beta ist heute um 18:00 Uhr deutscher Zeit gestartet, die Beta selbst legt morgen los. Rechnet mit rund 40 GB Download. Die offiziellen PC-Anforderungen sehen so aus:
- Minimum: Windows 10 64-Bit, AMD Ryzen 5 1600 oder Intel Core i5-8400, 12 GB RAM, GeForce GTX 1060 / Radeon RX 470 / Intel Arc A580 mit 3 GB VRAM
- Empfohlen: 16 GB RAM, GeForce RTX 3060 Ti / Radeon RX 6700 XT / Intel Arc B580
- Pflicht: eine SSD, DirectX 12 sowie aktiviertes TPM 2.0 und Secure Boot – letzteres verlangt das RICOCHET-Anti-Cheat-System
Besonders der letzte Punkt sorgt erfahrungsgemäß für Frust. Wer TPM 2.0 und Secure Boot im BIOS nicht aktiviert hat, kommt gar nicht erst ins Spiel. Das prüft ihr also besser jetzt als morgen Abend um 20 Uhr.
Warum ist das mehr als nur eine Fußnote?
Aus unserer Sicht ist das eine der sinnvollsten PC-Verbesserungen, die Call of Duty seit Jahren gemacht hat – gerade weil sie so unspektakulär klingt. Shader-Kompilierung ist auf dem PC seit dem Wechsel zu DirectX 12 ein Dauerärgernis: Weil die Engine nicht weiß, welche Grafikkarte in eurem Rechner steckt, muss sie die Shader lokal übersetzen. Bei schwächeren CPUs zieht sich das schnell über zehn Minuten und mehr, und wer es überspringt, kassiert später Ruckler mitten im Gefecht.
Dass Activision das Problem nicht kaschiert, sondern schlicht aus dem Weg räumt, ist ein gutes Signal – zumal die Beta ohnehin schon ungewöhnlich viel bietet. Mehr zum Ablauf und den Inhalten findet ihr in unserem Überblick zum Beta-Start nach Call of Duty NEXT, und wie sich der Multiplayer spielt, zeigte zuletzt der offizielle Multiplayer-Trailer.
Das Vollspiel erscheint am 23. Oktober 2026. Alle Beta-Infos stehen auf der offiziellen Beta-Seite von Call of Duty.
Quelle: Eurogamer, Xbox Wire, Neowin, VideoCardz
Wie lange musstet ihr bisher auf „Compiling Shaders“ starren? Erzählt uns in den Kommentaren von euren schlimmsten Wartezeiten!



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