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Modern Warfare 4: Bestes Metacritic seit 15 Jahren, aber Activision schweigt zu den Verkäufen

Modern Warfare 4 holt die beste Metacritic-Wertung eines Call of Duty seit 15 Jahren – und trotzdem hält sich Activision bei den Verkaufszahlen auffällig zurück. Nach dem ersten vollen Launch-Wochenende gibt es keine Rekordmeldung, keine Vergleiche mit Hollywood-Blockbustern, nichts Konkretes.

Stattdessen meldete Xbox-CEO Asha Sharma, dass das Franchise jetzt 40 Milliarden Dollar Lebenszeit-Umsatz überschritten hat. Sie nannte MW4 „eines der meistgefeierten Call of Duty in 24 Jahren Seriengeschichte“. Ein schöner Meilenstein – aber keine Aussage darüber, wie gut sich der Shooter wirklich verkauft. Das berichtet Kotaku.

Wie gut läuft Modern Warfare 4 wirklich?

Harte Daten gibt es nur von Steam: Dort liegen die gleichzeitigen Spielerzahlen laut Kotaku unter denen von Black Ops 6. Das ist allerdings nur ein Teilbild – Konsolenzahlen fehlen komplett. Dazu kommt ein Faktor, der den Vergleich verzerrt: Anders als im Vorjahr ist das Spiel nicht mehr am ersten Tag im Game Pass.

Inhaltlich kommt MW4 dafür gut an. Die Kampagne wird gelobt, auch die ersten Eindrücke zu DMZ und Multiplayer fallen überwiegend positiv aus. Wie wir beim Launch von Modern Warfare 4 berichtet haben, startet das Spiel mit 12 neuen 6v6-Karten.

Wie hat Activision früher über Launch-Zahlen gesprochen?

Früher war das ganz anders. Zu Modern Warfare 2 (2009) meldete Activision rund 4,7 Millionen verkaufte Exemplare in 24 Stunden allein in Nordamerika und Großbritannien, gut 310 Millionen Dollar Umsatz. Black Ops legte ein Jahr später mit etwa 360 Millionen Dollar nach. Bei Black Ops 3, dem laut Berichten meistverkauften Call of Duty (43 Millionen Exemplare), sprach Activision von 550 Millionen Dollar Umsatz am Startwochenende. Der Modern-Warfare-Neustart von 2019 (rund 41 Millionen Exemplare) übertraf nach Unternehmensangaben den Kinostart von „Joker“ mehr als doppelt.

Seit Black Ops 7 im Jahr 2025 ist die Kommunikation deutlich leiser geworden. MW4 setzt diese Linie fort.

Was heißt das für Spieler?

Kurzfristig erst mal nichts: Server, Playlists und Content laufen unabhängig von PR-Zahlen. Aus unserer Sicht ist die Zurückhaltung aber ein Signal, dass Activision keinen eindeutigen Rekord vermelden konnte. Belegt ist das nicht – es ist eine Einordnung. Mehr Klarheit gibt es womöglich am 28. Oktober, wenn Microsoft seine Quartalszahlen vorlegt. Bis dahin bleibt es bei Indizien.

Die Verkaufsfrage ist vor allem für die Zukunft der Marke spannend: Ein starkes Spiel ohne Rekordzahlen zeigt, wie sehr sich das Geschäft in Richtung Abo, Live-Service und Plattformvielfalt verschoben hat.

Quelle: Kotaku

Was glaubt ihr: Verkauft sich Modern Warfare 4 besser, als Activision zugibt? Schreibt es uns in die Kommentare!

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