Die Leak-Serie rund um GTA 6 nimmt eine neue Wendung: Nach wochenlangen Spekulationen um die Person hinter dem Account „Cyberleek“ (siehe auch unseren früheren Bericht zu den ersten Spuren des mutmaßlichen Leakers) verdichten sich die Hinweise, dass es sich um einen Deutschen handelt. Publisher Take-Two lässt es dabei nicht bewenden – der Konzern geht inzwischen mit rechtlichen Mitteln gegen den mutmaßlichen Leaker vor, um dessen Identität zweifelsfrei zu klären und weitere Veröffentlichungen zu stoppen.

Was wird dem mutmaßlichen GTA-6-Leaker vorgeworfen?
Seit rund zwei Wochen kursieren unter dem Namen „Cyberleek“ immer neue Gameplay-Ausschnitte, Kartenausschnitte und Insider-Details zu GTA 6 im Netz – teils mehrere Clips pro Tag. Take-Two hatte bereits zuvor rechtliche Schritte angekündigt, um die Quelle der Leaks zu identifizieren und stellte dafür sogar Auskunftsersuchen an Microsoft und Discord. Neue Hinweise aus der Recherche deuten nun darauf hin, dass die Person hinter dem Account tatsächlich aus Deutschland stammt – was die rechtliche Verfolgung für Take-Two potenziell erleichtert, da deutsche Gerichte in solchen Fällen durchaus zugänglich für zivilrechtliche Unterlassungsklagen sind.
Welche Folgen hat das für die deutsche Leak-Szene?
Für uns als deutschsprachige Redaktion ist das mehr als nur eine Randnotiz: Sollte sich der DACH-Bezug bestätigen, wäre dies einer der prominentesten Fälle, in denen ein deutscher Publisher-Gegner direkt vor einem deutschen Gericht landen könnte. Ähnliche Fälle – etwa frühere Leak-Verfahren rund um GTA 5 oder Cyberpunk 2077 – endeten in der Vergangenheit meist mit außergerichtlichen Einigungen oder Unterlassungserklärungen, sobald die Identität einmal feststand. Die Dynamik der aktuellen Leak-Welle ist allerdings ungewöhnlich hartnäckig: Trotz laufender juristischer Bemühungen wurden in den letzten Tagen weiterhin neue Clips veröffentlicht, was zeigt, wie schwer sich anonyme Leaker tatsächlich stoppen lassen, solange die Ermittlungen laufen.
Wie geht es jetzt für Rockstar und Take-Two weiter?
Rockstar selbst hält sich mit offiziellen Stellungnahmen bislang zurück und konzentriert sich öffentlich auf die Vorbereitung des großen, für die kommenden Tage angekündigten Gameplay-Reveals. Take-Two dürfte parallel weiter auf Auskunft von Plattformbetreibern drängen, um den oder die Verantwortlichen endgültig zu identifizieren. Bis dahin bleibt unklar, ob es zu einer strafrechtlichen Anzeige oder „nur“ einer zivilrechtlichen Unterlassungsklage kommt – beides hätte für die Szene rund um Leak-Kanäle aber Signalwirkung.
Quelle: GamePro
Was denkt ihr: Sollte Take-Two so hart gegen Leaker vorgehen, oder schadet sich der Publisher damit nur selbst? Diskutiert mit uns in den Kommentaren!



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