Rockstar öffnet die Tür einen Spalt weit. In einem ausführlichen Bloomberg-Interview erzählen die Studiochefs, wie GTA 6 entstanden ist. Das Original hinter der Paywall konnten wir nicht lesen, die Details stammen aus Berichten von Eurogamer, VGC, GameStar und PC Gamer. Das Spiel erscheint am 19. November 2026 für PS5 und Xbox Series X/S. Eine PC-Version ist laut Berichten für das erste Quartal 2027 geplant, offiziell bestätigt ist sie nicht.
Der Codename lautete Project Americas. Laut Bloomberg wollte Rockstar zeitweise große Landstriche im Norden und Süden Amerikas abdecken. Am Ende blieb Miami samt Umgebung. Rob Nelson fuhr 2015 mit Mitarbeitern zur ersten Recherchereise dorthin. Das Projekt lief ursprünglich parallel zu Red Dead Redemption 2, wurde aber um Jahre geschoben, weil der Western immer größer wurde.
Warum hat GTA 6 so lange gedauert?
Nach RDR2 wuchs Rockstar von 2.441 auf 4.711 Mitarbeiter an 12 Standorten. Dan Houser verließ das Studio, Nelson, Aaron Garbut und Phil Hooker übernahmen die Leitung. Ende 2019 standen das Grundgerüst und das Duo Jason und Lucia. Dann kam Corona, und einige Senior-Designer kündigten. Ab 2022 nahm das Spiel Gestalt an.
Beim Thema Crunch nennt Publishingchefin Jennifer Kolbe RDR2 “einen echten Moment” zur Einkehr: “We’re not doing it again like this.” Perfekt sei es nicht, aber besser. Bloomberg sprach mit Dutzenden Angestellten, die sich überwiegend positiv äußerten. Der Leak von 2022 traf das Team hart. Garbut sagt, es fühle sich an, als würde jemand durch die eigene Schmutzwäsche waten, “äußerst invasiv”.
Dazu kamen die Verschiebungen. Der erste Trailer versprach 2023 noch 2025, dann folgte Mai 2026, jetzt der 19. November. Kolbe rief Take-Two-Chef Strauss Zelnick an. Sinngemäß fragte er, ob sie Witze mache. Nach der Erklärung habe er es verstanden. Auch die NPC-Menge bremste: Nelson nannte die Projektionen “horrifying”. Rockstar baute in Los Angeles ein eigenes Studio mit Autoren auf. Hooker sagt, man hätte den Termin halten können, “but it won’t be the game we want to make”. Offiziell hieß es damals nur, man brauche Politur.
Aus unserer Sicht ist das die ehrlichste Begründung, die Rockstar bisher geliefert hat. Sie erklärt auch, warum ein Spiel mit Ansage so oft verschoben wurde. Für Spieler heißt das: Der Termin im November wirkt solider als die vorherigen, weil das Studio offen über Probleme spricht. Und wer sich auf lebendige Straßen freut, bekommt offenbar viel Handarbeit.
Kommt das nächste Rockstar-Spiel schneller?
Laut VGC soll das so sein. Die Engine, die Tools und das Team ermöglichten schnelleres Arbeiten, sagt Hooker, man gehe “more sideways than upwards”. Garbut ergänzt, man habe vieles grundlegend geändert, und das werde nicht wieder zerlegt. Bloomberg verweist auf Vice City, das ein Jahr nach GTA 3 erschien. Ein so enger Abstand ist trotzdem nicht in Sicht. GameStar rechnet vor, dass die reine Entwicklungszeit eher bei rund acht Jahren lag, auch wenn 13 Jahre zwischen GTA 5 und GTA 6 liegen.
Mehr zum Thema: Rockstar verspricht trotz Realismus weiter Action und Chaos. Außerdem lest ihr hier, was zur PC-Version im ersten Quartal 2027 kursiert. Weitere Infos zum Studio gibt es auf der Rockstar-Games-Seite.


Quelle: Eurogamer, VGC, GameStar, PC Gamer
Glaubt ihr, dass Rockstar das Tempo beim nächsten Spiel wirklich erhöht? Schreibt es in die Kommentare!



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