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GTA 6: Ex-Rockstar-Technikchef erwartet früheren PC-Port wegen KI-Klonen

Einschätzung eines Ex-Mitarbeiters, keine Ankündigung: Obbe Vermeij, ehemaliger technischer Direktor bei Rockstar North, hält es für denkbar, dass die PC-Version von GTA 6 früher kommt als gedacht. Rockstar oder Take-Two haben dazu nichts verkündet, Vermeij sagt selbst, dass er die Pläne des Studios nicht kennt.

Sein Gedankengang: Sobald GTA 6 auf der PS5 erscheint, könnten Fans oder Glücksritter die Konsolenversion per KI auf den PC umbauen lassen. Laut Rock Paper Shotgun startet das Spiel am 19. November, ein offizieller Primärbeleg für dieses Datum lag uns allerdings nicht vor.

Was sagt Obbe Vermeij zu einem früheren PC-Release von GTA 6?

Vermeij verließ Rockstar nach eigenen Angaben 2009 und arbeitet heute als Indie-Entwickler. Im Gespräch mit RPS sagte er, generative KI habe die Welt wirklich verändert. Als Rockstar würde er sich Sorgen machen, dass jemand die PS5-Fassung nimmt und per KI auf PC umstellen lässt. Das Ergebnis wäre zwar nicht so gut wie ein offizieller Port, könnte den Verkäufen aber trotzdem schaden.

Sein wörtliches Fazit laut Eurogamer: “I wouldn’t be surprised if there was an effort to get [the releases] a little bit closer together.” Das ist eine Vermutung, mehr nicht. Er ergänzt, er wisse nicht, was Rockstar tatsächlich plant.

Technisch hält er KI-Tools für fähig, einen Port “probably” hinzubekommen. Es dauere “hours and hours and hours” und koste wohl “tens of thousands of dollars in tokens”. Aber: “If it’s GTA, I think people are gonna try it.”

Offizielles GTA-6-Artwork: Jason und Lucia vor Palmen und Sonnenuntergang, Lucia sitzt auf der Motorhaube eines roten Autos
Bildquelle: Rockstar Games, offizielles Artwork (via Rock Paper Shotgun)

Warum kam GTA früher oft zuerst auf Konsole oder PC?

Spannend ist Vermeijs Rückblick, den RPS wiedergibt. GTA 1 entstand zuerst am PC, die PlayStation-Version baute ein externes Studio in Dundee. Als die Konsolenfassung zurückkam, waren die Texturen laut Vermeij von 256 auf 16 Farben gekürzt, was bei den Artists für ordentlich Frust sorgte. Verkauft habe sich die PlayStation-Version trotzdem deutlich besser.

Ab GTA 3 drehte Rockstar die Reihenfolge um: erst Konsole, dann PC. Dabei ist es seither im Kern geblieben. Die meisten Publisher bringen alle Versionen gern gleichzeitig, weil nur eine Marketingkampagne anfällt. GTA spielt laut Vermeij nach eigenen Regeln, dafür sei das Spiel zu groß.

Wie realistisch ist das Szenario für GTA 6 am PC?

Hier kommt unsere Einordnung, ausdrücklich als Meinung: Die Logik klingt plausibel, belegt ist sie nicht. Take-Two geht bei GTA erfahrungsgemäß konsequent gegen unerlaubte Nachbauten vor, Vermeij selbst räumt ein, dass ein großer Konzern Anwälte auf den Fall ansetzen könnte. Ob Rockstar den PC-Termin wirklich wegen KI-Klonen vorzieht, bleibt Spekulation.

Für euch heißt das: Wer auf PC wartet, sollte nur offiziellen Meldungen von Rockstar vertrauen. Inoffizielle, per KI zusammengebaute Ports wären rechtlich heikel und technisch eher Bastelware. Alles zum nahenden Launch findet ihr in unserem Bericht zum Preload-Start und dem Speicherbedarf nachlesen. Dass die PS5 beim Start im Fokus steht, zeigt auch die Sensor-Tower-Schätzung zu den Vorbestellungen.

Die Sorge vor KI-Klonen ist übrigens nicht neu. Laut Eurogamer haben Entwickler öffentliche Demos aus Angst vor Kopien abgesagt, und zuletzt wurde GTA-6-Trailermaterial per Nvidia DLSS 5 aufgehübscht, worüber Ars Technica berichtete. Eurogamer gibt außerdem an, GTA 6 solle zum Launch weder generative KI noch Mikrotransaktionen enthalten. Das ist eine Angabe von Eurogamer, eine Bestätigung dazu haben wir hier nicht gesehen.

Eine GTA-6-Spielfigur mit Headset vor Nahaufnahmen von Arbeitsspeicher-Modulen, Symbolbild für KI-Klone und PC-Ports
Bildquelle: Eurogamer

Quelle: Rock Paper Shotgun, Eurogamer

Würdet ihr GTA 6 lieber sofort am PC spielen oder geduldig auf einen offiziellen Port warten?

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