GTA 5 im Chrome-Tab? Genau das haben Nutzer gestern gezeigt: Videos eines im Browser laufenden Grand Theft Auto 5 machten in den sozialen Medien die Runde. Inzwischen ist die Seite offline – und die Debatte, wie Publisher mit KI-Klonen umgehen sollen, wird lauter.
Was ist mit dem Browser-Port von GTA 5 passiert?
Laut IGN verbreitete sich das Material am Montag, die zugehörige Website ist mittlerweile nicht mehr erreichbar. Berichten zufolge hat der Hosting-Dienst Cloudflare eingegriffen. Der Betreiber der Seite fragte zuletzt öffentlich, wer den Quellcode haben wolle.
IGN vermutet, dass der PC-Build ähnlich entstanden ist wie das KI-Projekt Fallout: New York, das mit Claude Opus 5.5 gebaut wurde. Belegt ist das für GTA 5 allerdings nicht.
Warum häufen sich KI-Klone beliebter Spiele?
Die Welle ist nicht neu. Erst vergangene Woche schickte Bethesda eine Unterlassungsaufforderung an das Fan-Projekt – wir haben über das Aus für Fallout: New York berichtet. Ebenfalls zuletzt war laut IGN die originale Xbox-Version von Halo: Combat Evolved im Browser aufgetaucht. Der Punkt: KI beschleunigt das früher mühsame Reverse-Engineering und Neukompilieren erheblich.
Die Community ist gespalten. Viele feiern die Klone, andere halten dagegen, dass solche Projekte keine eigenen Ideen liefern, sondern nur Bekanntes nachbauen oder mischen.
Was heißt das für GTA 6?
Die Frage, die IGN aufwirft, ist spannend: Wie lange dauert es, bis auch GTA 6 im Browser auftaucht, und was kann Take-Two dagegen tun? Bislang bleibt Publishern oft nur Whack-a-Mole – also jeden auftauchenden Klon einzeln stoppen. Aus unserer Sicht wird das auf Dauer nicht reichen, auch wenn GTA 6 am 19. November erst einmal nur offiziell erscheint. Wer das Original spielen will, kauft es weiter regulär; ein Browser-Klon ist rechtlich ein Risiko für alle Beteiligten.
Quelle: IGN
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