Gears of War: E-Day hat schon vor dem offiziellen Start ein solides Publikum gefunden: Frühe Reviews fallen lobend aus, und auch die ersten Spielerzahlen sollen laut Eurogamer stark sein. Jetzt erklären die Entwickler von The Coalition, warum das Spiel so viel Blut, Dismemberment und Brutalität zeigt wie kaum ein Teil zuvor.
Warum wurde die Gewalt in Gears of War: E-Day verstärkt?
Im Gespräch mit Eurogamer sagt Studio-Art-Director Aryan Hanbeck, das Team habe das Gefühl gehabt, dass Fans gegenüber der Gewalt in der Reihe etwas abgestumpft seien. In den letzten Teilen sei das Blut stilisierter gewesen. Diesmal wollte The Coalition es realistischer machen – nicht so sehr, dass es Spieler anekelt, aber genug, damit man jeden einzelnen Kill spürt.
Creative Director Matt Searcy spricht von einer „großen Investition in Gore“. Dazu gehören laut Hanbeck Skelette in allen Körpern, kreative Dismemberment-Effekte und Blutlachen. Besonders viel Arbeit stecke in einem guten Headshot: Sound, Effekte, die Höhe der Blutfontäne, der Nebel danach und die Reaktion des Körpers seien aufeinander abgestimmt.
Wie passt die Brutalität zum Ton der Reihe?
Brand Director Nicole Fawcett betont, dass Gears sich nie zu ernst nehmen wolle. Der Kontrast mache die Reihe aus: düstere Kriegsszenen auf der einen, Galgenhumor und Squad-Banter auf der anderen Seite. Selbst der wortkarge Marcus Fenix soll zwischendurch einen trockenen Spruch liefern. Die Gewalt dient laut Searcy außerdem als Ventil: Jede Kampfbegegnung sei wie eine gespannte Feder aufgebaut, die sich in einem befriedigenden Kill entlädt.
Neu ist, dass die Geschichte stärker um Menschen und zivile Opfer kreist, während die Locust in der Stadt Kalona auftauchen. Dadurch wirkt die Gewalt näher an der Realität. Eurogamer ordnet den Look eher als Tarantino-Stil denn als Satire ein.
Was müssen Spieler zu Start und Season 1 wissen?
- Der allgemeine Release ist am 6. Oktober, Early-Access-Spieler können schon jetzt loslegen.
- Season 1 startete gestern mit dem Early Access und läuft acht Wochen bis zum 1. Dezember.
- Ranked-Modi für PvP folgen am 13. Oktober.
- Einen vollständigen Test mit Horde und PvP kündigt Eurogamer für nächste Woche an.
Aus unserer Sicht ist der Schritt konsequent: Wer die Reihe wegen ihrer Wucht spielt, bekommt hier ein Spiel, das diese Wucht in jedes Detail packt. Ob die Dosis für jeden passt, ist Geschmackssache – wer mit Gore wenig anfangen kann, sollte die Eindrücke vor dem Kauf genau lesen. Spannend bleibt, wie sich die Brutalität im Multiplayer-Alltag anfühlt, den die Entwickler im Interview nicht im Detail beleuchten.


Quelle: Eurogamer
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