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Ex-PlayStation-Boss Layden: Disc-Aus ist „deutlicher Markenschaden“

Sonys Entscheidung, ab 2028 keine Discs mehr zu produzieren, sorgt weiter für Gesprächsstoff – und jetzt meldet sich ein alter Bekannter zu Wort. Shawn Layden, früher Chef der weltweiten PlayStation-Studios und seit 2019 nicht mehr bei Sony, hält den Schritt für einen Fehler.

Im Podcast The Expansion Pass sagte Layden, er kenne die finanziellen Hintergründe nicht. Er vermute aber eine stark tabellengetriebene Entscheidung, bei der Kosten gedrückt und Gewinne herausgeholt werden sollen. Trotzdem: „Ich stimme dieser Entscheidung nicht zu.“

Warum hält Layden das Disc-Aus für falsch?

Sein Kernargument: Digital ist bequem, das stellt niemand infrage. Laut Layden laden vielleicht 80 Prozent der Spieler herunter, 20 Prozent nicht – aber das seien die Treuesten der Treuen. Genau diese Gruppe kaufe oft zwei Exemplare eines Spiels, eines davon originalverpackt als Sammlerstück.

Dazu kommt der Sammeltrieb. Spieler wollen Regale füllen, Sachen zeigen und einzelne Titel auch mal zurückholen. Dieses Gefühl, etwas zu besitzen, lässt sich mit einer Lizenz im Store nur schwer ersetzen.

Was bedeutet das für die Frage nach dem Besitz von Spielen?

Laut Layden verschiebt das Disc-Aus die Debatte: Es gehe plötzlich darum, ob man ein Spiel besitzt oder nur Zugriff auf ein digitales Gut hat. „Wenn du etwas nicht verkaufen kannst, besitzt du es nicht. Und wenn du es nicht besitzt, was kaufst du dann?“, so der Ex-Manager sinngemäß. Zugriff klinge „nicht ganz so sexy“, und Spieler malten sich im Zweifel immer das schlimmste Szenario aus. Das sei ein „erheblicher Markenschaden“ für Sony.

Wie ordnen wir die Kritik ein?

Wichtig: Layden spricht ohne Einblick in Sonys Zahlen, seine Kritik ist eine persönliche Einschätzung und kein Insiderwissen. Neu ist die Debatte aber nicht. Auch bei Xbox ist das Thema Disc und Download präsent: Das Feature Disc to Digital macht aus vorhandenen Discs digitale Lizenzen, wie unser Bericht zum Xbox-Feature zeigt.

Aus unserer Sicht trifft Layden einen wunden Punkt: Wer digital kauft, hängt von Plattform und Anbieter ab. Gerade Sammler und Spieler mit schwachem Internet werden das Disc-Aus als Verlust empfinden – auch wenn die Mehrheit längst herunterlädt.

Quelle: VGC

Wie seht ihr das: Brauchen wir Discs oder reicht euch digital? Schreibt es uns in die Kommentare!

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