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Doom-Komponist Mick Gordon: Rückkehr zur Serie „im Herzschlag“, aber klares Nein zu KI

Mick Gordon ist der Mann, der Doom (2016) und Doom Eternal ihren unverwechselbaren Metal-Sound verpasst hat. Jetzt hat der Komponist bei der PAX Australia gleich zwei Dinge klargemacht: Eine Rückkehr zu Doom ist für ihn nicht ausgeschlossen – und generative KI kommt ihm nicht in die Tüte.

Würde Mick Gordon für ein neues Doom zurückkehren?

Im Interview mit IGN sagte Gordon, dass “viele Dominosteine auf eine ganz bestimmte Weise fallen müssten”, damit es dazu kommt. Falle die Reihe aber so, würde er es tun: “Within a heartbeat”, also im Herzschlag. Er habe sogar eine ganze Liste mit Ideen, wohin er die Doom-Musik noch führen wolle.

Welche Dominosteine er meint, ließ er offen. Die Vorgeschichte ist bekannt: Nach dem Release von Doom Eternal kam es zum öffentlichen Zerwürfnis mit dem Entwicklerteam. In einem langen Beitrag auf Medium warf Gordon id Software 2022 vor, ihn für rund die Hälfte seiner Arbeit am Soundtrack nicht bezahlt zu haben, und kritisierte Executive Producer Marty Stratton scharf. Dass er trotzdem so offen über ein Comeback spricht, zeigt, wie sehr ihm die Marke am Herzen liegt.

Was bedeutet das für die Zukunft von Doom?

Aus unserer Sicht ist das vor allem ein Signal an die Community, nicht an id Software: Die Tür ist offen, mehr nicht. Zumal das Studio selbst gerade andere Sorgen hat. Im Juli waren 136 Mitarbeiter von id Software von den Kürzungen bei Microsofts Xbox-Sparte betroffen. Lead Services Programmer Chris Hays sagte damals sinngemäß, es sei kaum machbar, ein AAA-Spiel mit der Hälfte der Leute zu bauen. Ein neues Doom mit Gordon ist also Zukunftsmusik – aber für alle, die den Sound von The Only Thing They Fear Is You im Ohr haben, eine schöne.

Zu hören gibt es Gordon bald trotzdem: Für Warhammer 40,000: Boltgun 2 (Release am 14. Oktober) hat er die Musik zum finalen Bosskampf beigesteuert. Außerdem arbeitet er am Soundtrack von Defect, einem Cyberpunk-Squad-Shooter, entwickelt von Veteranen aus dem Doom- und Call-of-Duty-Umfeld. 2027 tritt er zudem als Headliner beim britischen RADAR-Festival auf und spielt die Doom- und Doom-Eternal-Songs erstmals mit voller Live-Band.

Warum sagt Mick Gordon „F##k AI“?

Auf die Frage, ob er generative KI in seinen Schaffensprozess einbauen würde, antwortete Gordon unmissverständlich mit “F##k AI”. Seine Begründung: KI sei immer durch die Daten begrenzt, mit denen sie trainiert wurde. Sie könne nie das nächste, wirklich neue Ding vorhersagen, das Menschen sich einfallen lassen – sie hänge dem Menschen systembedingt hinterher. Außerdem sei er überzeugt, dass Menschen immer mit anderen Menschen interagieren wollen und nach echter Verbindung suchen.

Dazu passt seine Arbeitsweise: Für Doom 2016 hat er echte Kettensägen gesampelt, um die berühmten Gitarrenriffs zu bauen, für Killer Instinct 2013 spielte er ein Kangling, ein tibetisches Instrument aus einem Knochen. Bei Boltgun 2 und Defect kommt die Musik laut Gordon direkt aus seinem Kopf und seinen Fingern.

Die Debatte um KI in der Spieleentwicklung ist damit um eine prominente Stimme reicher. Gerade Musiker und Sounddesigner gehören in der Branche zu den lautesten Kritikern – und Gordons Haltung dürfte bei vielen Fans gut ankommen.

Quelle: IGN, IGN

Würdet ihr euch Mick Gordon im nächsten Doom wünschen? Schreibt es uns in die Kommentare!

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