Nostalgie-Fans aufgepasst: Die Gilde 1 Remake: Europa 1410 ist ab heute im Early Access auf Steam spielbar. Entwickler Ashborne Games und Publisher THQ Nordic bringen damit die legendäre deutsche Wirtschaftssimulation zurück – für 29,99 Euro könnt ihr ab sofort selbst eine Dynastie im spätmittelalterlichen Europa aufbauen.
Der Early-Access-Start bei Steam war eigentlich schon für Juli angesetzt, wurde nach dem Steam Next Fest aber verschoben. Grund: Das Team wollte auf das Feedback der Demo reagieren, die unter mehr als 4.000 Next-Fest-Titeln auf Platz 25 landete.
Was bietet der Early-Access-Start von Die Gilde 1 Remake?
Zum Launch ist der Umfang noch bewusst überschaubar – typisch für Early Access. Das steckt drin:
- Eine spielbare Karte: die Tutorial-Stadt Herle
- Sechs Berufe zum Einstieg: Handel, Handwerk (Schmied, Steinmetz, Schneider), Bauer, Alchemist und Kleinkrimineller
- Überarbeitete Benutzeroberfläche mit Automatisierung wiederkehrender Betriebsabläufe
- Verbesserte Animationen für Arbeiter und Stadtbewohner
- Deutsche und englische Sprachausgabe/Texte zum Start
Der für bis zu zwölf Spieler ausgelegte Mehrspielermodus sowie weitere Karten und Berufe sollen erst im Laufe der Early-Access-Phase folgen – wer auf Multiplayer wartet, muss sich also noch gedulden.
Warum heißt das Spiel jetzt Die Gilde 1 Remake statt einfach Die Gilde – Europa 1410?
Ursprünglich hieß das Projekt schlicht “Die Gilde – Europa 1410”. Nach der Next-Fest-Demo entschied sich THQ Nordic für die Umbenennung, um klarzumachen, wie eng sich das Spiel am allerersten Teil der Reihe orientiert: Im Mittelpunkt stehen wieder Handel, Handwerk, Dynastie-Aufbau und Politik aus der Vogelperspektive – nicht die stärker beziehungsorientierten Mechaniken der späteren Ableger.
Wie hängt das Remake mit dem Original von 2002 zusammen?
(Einordnung, Redaktion) Das Original “Die Gilde” erschien 2002 von 4Head Studios und gilt bis heute als einer der prägendsten deutschen Beiträge zum Wirtschaftssimulations-Genre. Gespielt wurde in echten deutschen Städten wie Augsburg, Köln oder Dresden, das Ziel: über Generationen hinweg zur mächtigsten Dynastie der Stadt aufsteigen. Nachfolger Die Gilde 2 (2006) verschob den Fokus stärker auf Beziehungen und Charakterinteraktionen, Die Gilde 3 kam Jahre später mit gemischter Resonanz bei Fans der ersten Stunde. Dass sich Ashborne Games nun explizit am 2002er-Original orientiert, ist also eine bewusste Rückbesinnung auf die Wurzeln der Serie – und dürfte gerade bei langjährigen Fans der ersten beiden Teile gut ankommen.

Aus unserer Sicht ist der Early-Access-Start ein cleverer Zug: Statt ein halbfertiges Vollpreisspiel zu launchen, holt sich Ashborne Games jetzt schon während der Entwicklung Feedback von genau der Zielgruppe, die dem Original einst zum Kultstatus verholfen hat. Wer unbedingt Multiplayer oder mehrere Städte braucht, sollte aber noch etwas warten.
Quelle: PC Games Hardware
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