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Diablo 5 geht beim Monster-Level-Scaling einen anderen Weg als Diablo 4

Diablo-4-Fans kennen das Gefühl: Man levelt stundenlang, holt sich ein episches neues Item – und die Monster vor einem sind trotzdem genauso zäh wie vorher. Genau dieses Problem will Blizzard beim kommenden Diablo 5 anders angehen. In einem Interview mit PC Gamer hat Diablo-5-Director Joe Shely erklärt, dass das Monster-Level-Scaling im nächsten Serienteil “einen etwas anderen Ansatz” verfolgen soll als in Diablo 4, damit sich der eigene Charakter im Spielverlauf tatsächlich spürbar stärker anfühlt.

Was war das Problem mit dem Monster-Scaling in Diablo 4?

Seit dem Release im Jahr 2023 zählt das automatische Level-Scaling zu den meistkritisierten Systemen von Diablo 4. Weil Monster in weiten Teilen der Welt mit dem eigenen Charakter mitwachsen, blieb das Kampfgefühl über viele Spielstunden hinweg fast identisch – Spieler beschrieben es als “Gummiband-Progression”, bei der man sich trotz neuer Level und besserer Ausrüstung nie wirklich mächtiger fühlt. Die Kritik war so laut, dass sie bis heute in offiziellen Blizzard-Foren diskutiert wird. Blizzard reagierte in den vergangenen Seasons bereits mehrfach mit Anpassungen, etwa indem Nightmare-Dungeons nicht mehr automatisch mit dem Spieler skalieren, sondern über Sigil-Level gesteuert werden. Auch aktuelle Inhalte wie unser Season-15-Artikel zu Hell’s Legacy zeigen, dass Blizzard weiterhin an der Progression von Diablo 4 feilt, das grundlegende Scaling-Prinzip aber bestehen bleibt.

Wie soll das neue System in Diablo 5 konkret funktionieren?

Joe Shely macht im Interview deutlich, worum es ihm geht: Diablo lebe davon, dass der eigene Charakter mit jedem Level-Up und jedem guten Item objektiv stärker wird – und dieses Gefühl dürfe nicht durch Monster ausgebremst werden, die im selben Moment ebenfalls automatisch mitwachsen. Automatisches Scaling könne, so Shely, genau dieses zentrale Vergnügen des Genres untergraben. Als möglichen Referenzpunkt nennt der Bericht das ältere System aus Diablo 2, das mit festen Level-Bereichen pro Gebiet arbeitete: Spieler konnten frühe Zonen irgendwann regelrecht “übermachten” und dort spürbar überlegen sein, statt ewig auf Augenhöhe mit den Gegnern zu bleiben. Ein final ausgearbeitetes System hat Blizzard für Diablo 5 bislang noch nicht vorgestellt, doch Shelys Aussagen deuten klar in Richtung eines weniger automatischen, dafür planbareren Kräfteverhältnisses zwischen Charakter und Spielwelt.

Was bedeutet das für Diablo-Spieler schon jetzt?

Wichtig einzuordnen: Diablo 5 wurde erst kürzlich offiziell angekündigt und soll frühestens 2029 erscheinen, das neue Scaling-System ist also noch weit von der finalen Umsetzung entfernt. Für Diablo-4-Spieler ändert sich dadurch kurzfristig nichts – Blizzard hat bereits zugesichert, das aktuelle Spiel bis zum Release des Nachfolgers weiter mit Inhalten zu versorgen. Redaktionell werten wir die Aussagen aber als positives Signal: Dass Joe Shely die Diablo-4-Kritik am Scaling so offen anspricht, zeigt, dass Blizzard das Problem tatsächlich ernst nimmt und nicht nur kosmetisch nachbessern will. Ob daraus am Ende wirklich das befriedigende Machtgefühl von Diablo 2 wird, muss sich erst noch zeigen.

Quelle: PC Gamer

Was haltet ihr von Diablo 4s Monster-Scaling – Fluch oder Segen? Schreibt es uns in die Kommentare!

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