Dass Call of Duty überhaupt wieder auf einer Nintendo-Konsole landet, war schon die große Überraschung des Jahres. Jetzt hat Activision nachgelegt und verraten, wer Infinity Ward bei der technisch anspruchsvollen Switch-2-Umsetzung von Call of Duty: Modern Warfare 4 unter die Arme greift: das spanische Studio Digital Legends.
Die Meldung kommt nur wenige Tage vor dem Start der Cross-Plattform-Beta und zeigt, wie ernst Activision die neue Nintendo-Hardware offenbar nimmt. Modern Warfare 4 soll am 23. Oktober 2026 zeitgleich mit den Versionen für PS5, Xbox Series X/S und PC erscheinen – für die Reihe die erste Rückkehr auf eine Nintendo-Konsole seit rund 13 Jahren.
Wer ist Digital Legends und was hat das Studio bisher gemacht?
Digital Legends ist kein neuer Name im Call-of-Duty-Kosmos, aber bislang eher im Hintergrund aktiv. Das Studio wurde 2021 von Activision Blizzard übernommen, vor allem wegen seiner jahrzehntelangen Erfahrung mit Mobile-Titeln. Konkret war das Team bereits an folgenden Projekten beteiligt:
- Mitarbeit am Release von Call of Duty: Warzone Mobile
- Unterstützung bei der Entwicklung von Black Ops 6
- Unterstützung bei der Entwicklung von Black Ops 7
- Aktuell: native Portierung von Modern Warfare 4 auf Nintendo Switch 2, gemeinsam mit Infinity Ward
Laut Activision handelt es sich um eine “native” Entwicklung für die neue Nintendo-Hardware und nicht um einen nachträglich draufgesetzten Billig-Port. Infinity Ward hatte in früheren Interviews bereits durchblicken lassen, dass das Spiel auf der Switch 2 überraschend gut laufe.

Was bedeutet das für Spielerinnen und Spieler auf der Switch 2?
Für die Community ist vor allem ein Punkt entscheidend: Crossplay zwischen Switch 2 und den anderen Plattformen wird von Anfang an unterstützt. Wer also auf der Switch 2 unterwegs ist, spielt nicht in einer isolierten Nintendo-Bubble, sondern trifft ganz normal auf PS5-, Xbox- und PC-Spieler. Auch bei der bereits laufenden Beta ist die Switch-2-Version mit an Bord, inklusive Multiplayer-Maps, Warzone und der Kampagnenmission “Entrenched”.
Aus unserer Sicht ist die Partnerschaft mit einem spezialisierten Zweitstudio ein kluger Schachzug: Große Shooter-Portierungen auf neue Hardware sind notorisch riskant, siehe diverse holprige Konsolen-Launches der Vergangenheit. Dass Activision hier explizit ein Studio mit Mobile- und Support-Erfahrung einspannt, statt Infinity Ward die komplette Zusatzarbeit allein aufzubürden, deutet darauf hin, dass man aus vergangenen Fehlern gelernt hat. Ob sich das auch in der Performance niederschlägt, wird sich spätestens mit der offenen Beta ab dem 28. August zeigen, die ebenfalls auf der Switch 2 spielbar sein wird. Mehr Hintergründe zum aktuellen Stand der Entwicklung gibt es auch in unserem Artikel Call of Duty: Modern Warfare 4 – Infinity Ward spricht vor der Beta.
Bestätigt ist der Deal jedenfalls offiziell durch Activision selbst, was Spekulationen über eine reine Cloud-Streaming-Lösung für die Switch 2 endgültig vom Tisch wischt. Mehr Details zur technischen Umsetzung dürften spätestens zur offenen Beta folgen.
Quelle: Nintendo Life, GamesRadar+
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