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Arkane Lyon droht die Schließung: Bis November muss ein Käufer her

Schlechte Nachrichten für alle, die Dishonored und Deathloop lieben: Arkane Lyon steht Berichten zufolge kurz vor dem Aus. Die französische Tageszeitung Le Monde berichtet unter Berufung auf die Gewerkschaften Printemps Écologique und STJV, dass Microsoft dem Studio nur noch wenige Wochen gibt, einen Käufer zu finden. Gelingt das nicht, könnte die Schließung durchgezogen werden. Offiziell bestätigt ist das bislang nicht.

Insgesamt stehen laut Le Monde 217 Arbeitsplätze auf dem Spiel. Microsoft selbst wollte sich nicht im Detail äußern, erklärte aber, man prüfe „verschiedene Optionen für Arkane als Teil des andauernden französischen Konsultationsverfahrens“.

Warum hat Arkane Lyon noch bis zum 13. November Zeit?

Das liegt am französischen Recht. Das sogenannte Florange-Gesetz schreibt vor, dass Unternehmen mit mehr als 1.000 Beschäftigten sich zunächst drei Monate lang um einen Käufer bemühen müssen, bevor sie eine eigene Niederlassung in Frankreich schließen dürfen. Deshalb kann Microsoft die Schließung frühestens am 13. November 2026 tatsächlich vollziehen.

Die Gewerkschaften spielen laut Bericht auf Zeit – in der Hoffnung, dass doch noch eine Übernahme die Jobs rettet. Verhandlungen darüber, Arkane-Mitarbeiter in andere Xbox-Studios zu übernehmen, seien bislang wenig erfolgreich verlaufen.

Wie kam es überhaupt so weit?

Die Schließungsmöglichkeit steht schon seit dem 16. Juli 2026 im Raum. Anfang Juli hatte die neue Xbox-Chefin Asha Sharma einen massiven Stellenabbau angekündigt. Es folgten Studioschließungen, mehrere tausend Beschäftigte verloren ihren Job, und Double Fine, Undead Labs und Compulsion Games wurden wieder unabhängig. Übrig blieben Ninja Theory und Arkane Lyon – bei Ninja Theory droht nach zwei gescheiterten Verkaufsversuchen ebenfalls das Aus. Wie sehr es bei Xbox gerade rumpelt, zeigt auch der Abgang des Führungspersonals: Wir hatten erst berichtet, dass Xbox-COO Helen Chiang das Unternehmen nach nur drei Monaten verlässt.

Was bedeutet das für Fans von Dishonored und Deathloop?

Konkret müsst ihr aktuell nichts tun – eure Spiele laufen weiter. Aber eine Schließung hätte Folgen: Ein neuer Dishonored-Teil, den sich viele seit Jahren wünschen, würde damit noch unwahrscheinlicher. Auch die Zukunft des Teams, das neben Dishonored auch den Flop Redfall hervorgebracht hat, wäre offen. Findet sich ein Käufer, könnte die Marke dagegen in neue Hände wandern – ob das gut oder schlecht ist, hängt vom neuen Eigentümer ab.

Aus unserer Sicht ist die Lage ernst, aber noch nicht entschieden: Die Gnadenfrist ist rechtlich bedingt, und bislang gibt es weder eine Bestätigung von Microsoft noch einen bekannten Interessenten. Bis zum 13. November dürfte es spannend bleiben.

Artwork aus Deathloop, dem letzten großen Spiel von Arkane Lyon
Bildquelle: PC Games

Quelle: PC Games

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